29/07/2020
Offizielle Pressemitteilung zur Schließung von Tante Lucie
Schließung Tante Lucie,
und so geht es weiter!
Seit der Berichterstattung über die Schließung des beliebten Wassenberger Restaurants „Tante Lucie“ steht Inhaberin Marianne Limburg ihren Gästen Rede und Antwort. „Jeder Gast hat ein Recht darauf zu erfahren, warum das Restaurant zum Ende des Monats geschlossen wird und wie es mit „Tante Lucie“ weitergeht“, erklärt Marianne Limburg und spricht – wie man es an ihr schon immer geschätzt hat – ohne Umschweife über ihre Beweggründe: „Natürlich ist Corona hauptausschlaggebend für unsere Entscheidung, die wir wirklich nur allerschwersten Herzens getroffen haben. Wer weiß schon, wie lange uns diese Krise noch beschäftigt, da muss man in meinem Alter einfach realistisch abwägen, ob man darauf warten will, dass die Zeiten wieder besser werden. Sie sagt dies alles mit einer aufrichtigen Traurigkeit, denn jeder, der sie kennt, weiß, dass sie fast 33 Jahre lang mit Herzblut für ihre „Tante Lucie“ dagewesen ist.
Erleichtert waren viele Gäste, als Marianne Limburg ihnen versicherte, dass „Tante Lucie“ auf jeden Fall für Veranstaltungen, wie beispielsweise Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen und große Firmen- und Familenfeiern, bis zum Jahresende 2020 als Eventlocation zur Verfügung stehen wird. Doch sie weiß, dass man in dieser Zeit das Geschehen im Auge behalten und die Entwicklung genau beobachten muss. „Wer damit gerechnet hat, dass es nach Entzugserscheinungen durch Lockdown und Kontaktverbot jetzt mir Feiern wieder steil aufwärts geht, der hat sich geirrt. Wir stellen fest, dass fast immer 30 Prozent der eingeladenen Gäste aus Angst vor einer Coronaansteckung lieber nicht zur Feier kommen möchten. Da hat der ein oder andere Gastgeber sein Event dann auch noch kurzfristig abgesagt“, so Marianne Limburg.
Dem „Tante Lucie“- Betriebsleiter Arndt Dorissen war klar, dass dieser Schritt kommen musste. Auch wenn er sich nur schweren Herzens von der jetzigen Form des Unternehmens löst, weiß auch er, dass es keine Alternative gab. „Führen wir das Restaurant weiter, dann müssen wir nicht nur kontinuierlich Personal vorhalten, sondern auch das Kühlhaus permanent gefüllt haben.“
Sichtlich bewegt verrät Marianne Limburg, dass sie ohne die Coronakrise nie auf die Idee gekommen wäre einen solchen Schritt zu gehen. Sie hat mit ihrem engsten Stab nach Lösungen gesucht, um die Mitarbeiter halten zu können. Das Personal weiß dies und es steht hinter der Chefin. Alle arbeiten mit vollem Einsatz bis zum letzten Tag, nicht einer hat sich ausgeklinkt.
Bleibt nur noch eine Frage offen, die die Gäste, denen Marianne Limburg für ihre Treue ausgesprochen dankbar ist, fast immer gestellt haben: „Warum verpachten Sie das Restaurant nicht einfach?“ Die Antwort ist eine für Marianne Limburg typische und von allen Fragestellern mit Achtung aufgenommene: „Bevor ich über eine Verpachtung nachdenke, möchte ich erst einmal die Coronaentwicklung abwarten, damit ein neuer Betreiber auch vernünftig starten kann.