25/10/2025
Liebe Freunde der Neusser Gastronomie!
Und täglich grüßt das Murmeltier…!
Was ist los in Deutschland?
Die Gastronomie muss wieder einmal als "Spielball für die Politik" herhalten! Vielen Dank Herr Klingbeil! Wir hatten alle sehr gehofft, dass mit der neuen Regierung eine verlässliche Grundlage, gleiche Besteuerung der traditionellen und der Mitnahmegastronomie geschaffen wird, um unsere Geschäfte nachhaltig zu führen. Jetzt wird es irgendwo wieder eng in ihrem Budget und die reflexartige Reaktion soll wieder auf dem Rücken der traditionellen Gastronomie ausgetragen werden! Trotz Koalitionsvertrag (diesmal nicht nur ein Versprechen eines Bundeskanzlers), wird die Angleichung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen (von 19 % auf 7 %) wieder infrage gestellt. Warum? Warum verunsichern sie wieder mit solchen Aussagen eine große Gruppe von Arbeitgebern und Steuerzahlern im Gastrogewerbe? Machen sie einfach eine seriöse und verlässliche Politik!
Und jetzt noch einmal! Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von aktuell 19% auf den reduzierten Satz in Höhe von 7% auf Speisen ist KEINE SUBVENTION!!!
Auch wenn es sogenannte Top-Ökonomen so sehen wollen. Auch wenn die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in einem Artikel von Frau Ina Korte-Grimberg polemisch davon ausgeht, dass die reduzierten 12% für das Vergnügen der schon reichen Gastronomen verwendet werden. Wir möchten in diesem Zusammenhang nicht noch einmal auf die gestiegen Energiekosten, Einkaufspreise und auf den ab Januar steigenden Mindestlohn hinweisen. Das sollte allen - auch Frau Korte-Grimberg - hinreichend bekannt sein.
NEIN, es handelt sich um eine Angleichung an die Mitnahmegastronomie und Entbürokratisierung im Gastronomiegewerbe! Aktuell wird die Mitnahmegastronomie bevorzug, indem der große Teil ihrer Speisen einzeln verpackt, "Außer-Haus" mitgenommen werden. Diese zum verminderten Steuersatz. Erklären sie einmal den Pommes frites, die frittiert und eingepackt werden, warum die einen mit 7% und die andere mit 19% versteuert werden? In diesem Zusammenhang möchten wir uns jetzt nicht auch noch über Einwegverpackungen und das tolle Mehrwegverpackungsgesetzt auslassen…!
WARUM wird nicht endlich eine grundsätzliche Steuerreform angestoßen? Dieses aktuelle Konstrukt aus einmal 7%, dann wieder 19% versteht keiner mehr! Wie erklären wir dem Espresso, wenn er mit Kuhmilch zu einem Latte macchiato verfeinert wird, das er mit 7% versteuert wird. Jedoch mit Hafermilch - darf die jetzt noch "Milch" genannt werden? - mit 19%? Es versteht wirklich keiner mehr! Wir hatten bereits vor Jahren die Frage gestellt, warum die 7% scheinbar in Stein gemeißelt und unantastbar sind. Wie wäre es mit 10% (wie zum Beispiel in Spanien, Italien und Österreich) für ALLE und ALLES, was mit Lebensmittel zu tun hat ? Das würde Klarheit für alle bringen, die Abrechnung und Dokumentation stark vereinfachen! Es würde somit auch zu keiner zusätzlichen Belastung des Bundeshaushalts kommen. Einfach mal rechnen…!
Macht es EINFACH und NACHVOLLZIEHBAR!!! Und hört endlich damit auf die Gastronomie für eure Spielchen zu nutzen! Wir sind es leid unseren Kunden eure Politik zu erklären!
Lieber Carl-Philipp Sassenrath, wir hatten dir bereits im Juni unsere Bedenken mitgeteilt, dass die politisch beschlossene Maßnahme für uns noch sehr weit von der Umsetzung entfernt ist. Das bestätigt sich nun leider wieder. Wir würden uns sehr wünschen, wenn du unsere Bedenken in Berlin anbringen könntest! Es geht um den Erhalt einer vielfältigen und bunten Gastronomie! Dies nicht nur in unserer schönen Heimatstadt.
Euer Neussvereint Team
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