23/06/2026
Genau hinschauen:
Es ist die Rentnerin, die morgens die Brötchen verkauft. Der Student, der abends Tische abräumt, um sein Studium zu finanzieren. Die Mutter, die zwischen Schule und Abendessen ein paar Stunden anpackt. Der Kollege, der nach dem Hauptjob noch weiter arbeitet. Die Haushaltshilfe, die einer älteren Dame den Alltag erleichtert. Die Kraft an der Kasse, im Lager, auf der Station, im Hotelzimmer.
6,8 Millionen Menschen in Deutschland. Fast 7 Millionen Minijobs. Sie halten das Land am Laufen – im Handel, in der Pflege, im Privathaushalt, im Service. Oft unsichtbar. Immer unverzichtbar.
Jetzt sollen sie alle draufzahlen: Drei Reformkommissionen wollen den Minijob verteuern. Und während die neue Aktivrente Arbeit im Ruhestand bis 2.000 Euro steuerfrei belohnt, soll dieselbe Arbeit im Minijob teurer werden. Erst heißt es: Arbeitet mehr. Dann kassiert der Staat ab.
Besonders bei uns im Gastgewerbe trifft es Hunderttausende: 1,1 Millionen Menschen tragen Bayerns und Deutschlands Wirtshäuser, Hotels und Cafés – erst recht, wenn die Saison ruft. Ohne sie bleibt die Küche kalt und die Wirtsstube leer.
Der Minijob ist kein Schlupfloch. Er ist das Rückgrat ganzer Branchen – und die Lebensgrundlage von Millionen.
Darum sagen wir, der DEHOGA Bayern, gemeinsam mit allen, die anpacken:
✋ Hände weg vom Minijob!