23/06/2026
BLAMIERE ICH MEINE FAMILIE DURCH EINE AUFSTELLUNG?
VON BLAMAGE, SCHAM, SCHULD UND VERGEBUNG
Die obige Frage wird in der Regel nicht so gestellt. Viel mehr sind es Formulierungen „ja wenn…, aber wenn…, das kann ich meinen Eltern nicht antun…“ usw... Es ist doch selbstverständlich, dass man niemanden möchte bloßstellen oder gar verletzen möchte.
1. Gefühle wie die Blamage, Scham, Schuld sind unsere Wertungen. Sie entstehen durch familiäre und kulturelle Prägungen, Familiengesetze, Verschwiegenes, Familiengeheimnisse und Glaubenssätze.
2. In jeder Familie gibt es Geschichten, die nicht angenehm sind. Das ist normal. Wir sollten von der rosaroten Brille wegkommen. Der erste positive Schritt ist immer der, wenn wir dem zustimmen, wie es tatsächlich IST.
3. Niemand in der Familie ist vollkommen. Es passieren Dinge – einfach ohne uns zu fragen.
DAS IST DAS LEBEN!
WAS HEIßT ZUSTIMMEN WIE ES IST?
1. Es heißt, die schmerzvolle Situation / Problem anzuerkennen und nicht zu verdrängen. Das Leid kehrt durch Verdrängen immer wieder zurück. Oft stärker und nicht selten in einer anderen Variante. Schmerz spricht ohne Worte.
2. Sollte sich in einer Familienaufstellung Situationen mit Blamage, Scham oder Schuld zeigen, dann wird es während des Prozesses auf gute Art und Weise bearbeitet.
3. Es geht darum, aus dem Schmerz zu lernen und diesen als einen Teil von sich anzuerkennen. Daraus entsteht eine Unterscheidungskraft (Viveka), Reflexion- und Beobachtungsgabe für den Alltag (Bsp. die Wiederholungen / Muster erkennen).
4. Daraus resultiert aktive Veränderung im Alltag. Der Mensch. Das leidbringende Muster wird auf diese Weise transformiert, sofern man so dazu sagen kann.
5. Irgendwann ist es nur noch ein Teil vom Menschen ohne Wirkung. Dann tritt Vergebung ein.
6. VERGEBUNG entsteht in kleinen Schritten. Wir können Vergebung nicht machen – sie entsteht (Prozess). Vergebung ist ein inneres Wachstum für dich und kein Geschenk für die andere Person.
Und ja, sich selbst anzuschauen, sich selbst zu stellen, braucht MUT. Doch genau das ist das, was wir SELBST - BEWUSSTSEIN nennen.
Dort beginnt echte und authentische Persönlichkeits - ENT- WICKLUNG.
WAS IST DAZU NOCH NÖTIG?
1. Still – Zeit einbauen und sich selbst aushalten können.
2. Keine Ablenkung durch die Umwelt wie Social Media, Familie, Alltag.
3. Die DISZIPLIN und Konsequenz dazu.
Hier wird wieder klar, wie eng der klassische Yoga der Altmeister und die System- Familienaufstellung sich ergänzen. Yoga ist eine Geistespraxis, keine Körperpraxis.
AUS WISSEN UND ERFAHRUNG / HANDLUNG ENTSTEHT WEISHEIT.
NÄCHSTE FAMILIENAUFSTELLUNG 18.07.2026