28/08/2026
LISTEN TO YOUR BODY. LEAD YOUR LIFE.
Ich habe mir ein Auto gekauft.
Und ja: Als Mensch, der sich für eine zirkuläre und regenerative Wirtschaft einsetzt, weiß ich, dass der Verzicht auf ein eigenes Auto ökologisch sinnvoller wäre. Zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, Bahn fahren, teilen statt besitzen.
Diese Wahrheit bleibt bestehen.
Und gleichzeitig habe ich gespürt: Für meine jetzige Lebenssituation ist ein eigenes Auto eine stimmige Entscheidung. Es schenkt mir Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Freude. Deshalb habe ich mich bewusst für einen gebrauchten Mercedes entschieden.
Früher hätte ich vielleicht gedacht:
Entweder ich lebe vollkommen nachhaltig.
Oder ich bin nicht glaubwürdig.
Heute interessiert mich der Raum dazwischen.
Der Raum, in dem wir Widersprüche nicht verdrängen, sondern aushalten. In dem wir uns weder rechtfertigen noch für unsere Bedürfnisse verurteilen. In dem wir ehrlich hinschauen, Verantwortung übernehmen und den nächsten für uns möglichen Schritt gehen.
Denn Entwicklung verläuft selten in Extremen. Sie beginnt dort, wo wir Schwarz und Weiß verlassen und ein kraftvolles Ja, und finden:
Ja, ich behalte das große Ganze im Blick.
Und ja, ich nehme meine gegenwärtigen Bedürfnisse ernst.
Ja, ich wünsche mir eine regenerative Zukunft.
Und ja, ich darf mich in Schritten auf sie zubewegen.
Vielleicht liegt das nächste Bewusstseinslevel nicht in moralischer Perfektion. Vielleicht liegt es in der Fähigkeit, immer mehr Wahrheit gleichzeitig halten zu können und daraus bewusster zu handeln.
Und jetzt zu dir:
Nimm eine Konsumentscheidung aus deinem Leben. Ein Auto, eine Reise, Kleidung, Ernährung oder Technik.
Frag dich:
Was sagt mein Verstand?
Was sagt mein Körper?
Welches Bedürfnis erfülle ich mir damit?
Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung auf das größere Ganze?
Und was wäre heute mein nächster ehrlicher und verantwortungsvoller Schritt?
Nicht perfekt.
Aber bewusst.
LISTEN TO YOUR BODY. LEAD YOUR LIFE.