27/03/2023
„Man darf nicht unterschätzen - die Macht der kleinen Siege.“
Liebe Freunde und Pizzaliebhaber,
Wir bedanken uns für eure jahrelange Treue und möchten nun etwas Gutes für die Gesellschaft zurückgeben. Die Corona-Zeiten haben uns alle geprägt und zum Nachdenken angeregt. Wir haben uns folgende Fragen gestellt: Wie können wir Altersarmut bekämpfen, Arbeitslosigkeit reduzieren, psychische Krankheiten vorbeugen und durch schnellere Hilfeleistungen die Sozialschwachen preisgünstig unterstützen? Wie können wir unbezahlbare Dienstleistungen wie Innendesign, Make-up-Tipps, IT-Beratung etc. für jeden zugänglich machen, indem wir menschliche Fähigkeiten in einen Mehrwert umwandeln?
Vor genau zwei Jahren hatte ich einen entscheidenden Moment, eine Idee, die nun endlich umgesetzt wurde. Mit der Unterstützung der Bundesförderung und der IHK wurde die Webseite www.e-caring.de fertiggestellt und das Unternehmen E-Caring GmbH gegründet. Doch was genau ist E-Caring und warum ist die Nachfrage nach diesem Angebot so enorm?
Die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement nimmt im ganzen Land ab. Hinter dem inszenierten „Ich“ tritt das „Wir“ zurück. Wir können diese soziodemografischen Veränderungen nicht aufhalten, aber wir können die Motivation zu Helfen in der Bevölkerung steigern, indem wir Hilfeleistende (Life-Coaches) angemessen und fair vergüten. Die Vergütung bezieht sich auf die Lebenserfahrung, die Berufserfahrung oder die erworbenen Kompetenzen, die der Coach als Dienstleistung erbringt, indem er den Hilfebedürftigen Ratschläge und Unterstützung gibt. Denn, Erfahrung ist ein begehrtes Gut und wiegt in bestimmten Bereichen mehr als eine Tonne Theorie.
In diesem Zusammenhang führt E-Caring weitere Gespräche mit der IHK Lübeck, da die Plattform als potenzielle Präventionsplattform für seelisch belastete Menschen eingestuft ist und hiermit in der Zukunft eine gewisse Kostenübernahme möglich wäre.
Kennst du diese gesellschaftlichen Probleme?
82 % der psychisch Erkrankten in Deutschland leiden unter neurotischen, Belastungs- oder somatoformen Störungen, die leicht zu beseitigen wären, wenn die Ursache der Belastung schnell behoben werden würde. Die traurige Realität ist jedoch, dass die meisten Menschen mit psychischen Belastungen Monate, sogar Jahre auf einen Therapieplatz warten müssen. Selbst ein Dringlichkeitscode kann diese Wartezeit erstaunlicherweise nicht verkürzen.
Als ehrenamtliche Helferin begleitete ich diesen Prozess mit folgendem Ergebnis:
1. Der vom Hausarzt ausgestellte Dringlichkeitscode ermöglichte einen schnellen Termin bei einer Psycho-Therapeutin.
2. Die Therapeutin bestätigte die Dringlichkeit und stellte einen weiteren Dringlichkeitscode aus.
3. Der ärztliche Bereitschaftsdienst gab eine leicht ironische "Glückwunsch"-Botschaft und wünschte "viel Erfolg" bei der Suche nach einem Therapieplatz.
4. Ergebnisse der Suche - 20 von 20 Praxen nahmen keine neuen Patienten an.
5. Am Ende der Suche bleibt oft nur die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden, da Selbstheilung ein wichtiger Bestandteil der Medizin geworden ist. Doch wo findet man diese Menschen und was motiviert sie dazu, Fremden zu helfen?
Menschen mit chronischen Krankheiten kennen dutzende Wartezimmer und Behandlungsansätze, alle Salben und Inhaltsstoffe auswendig, jedoch keine Heilung. Hingegen, irgendwo auf dieser Welt leben ehemalig Betroffene, die diesen Weg bereits erfolgreich gegangen sind. Diese Menschen könnten den Leidenden durch ihre eigenen Erfahrungen und Tipps erheblich viel Zeit, Anstrengungen und vor allem Sorgen ersparen. Wo findet man bloß diesen Schicksalsverwandten?
61 % der Alleinlebenden fühlen sich einsam. In der Tat, die Einsamkeit ist keine somatoforme Störung und nicht heilungsbedürftig, jedoch tut sie weh. Sicherlich sehen viele von uns dieses Phänomen nicht als echtes Problem und verstehen nicht, weshalb die Betroffenen sich keine soziale Umgebung von alleine suchen. Nun, wenn alle einsame Menschen extrovertiert wären, würden wir wahrscheinlich das Wort „Einsamkeit“ nicht mal kennen. Doch, wo finden diese Einsamen den ehrenamtlichen Gesprächspartnern und wer ist bereit, die Fremden kostenlos zu unterhalten?
Fast 69 Prozent der Studierenden haben eine Nebenbeschäftigung, wobei die Gründe dafür unterschiedlich sind: Die Hälfte möchte praktische Erfahrungen sammeln, während die andere Hälfte aus finanziellen Gründen arbeitet. Es ist oft nicht produktiv und zielführend, aus Zwang zu arbeiten. Vielmehr wäre es sinnvoll, wenn alle Studierenden ihr bereits erworbenes Wissen anwenden könnten, um Erfahrungen zu sammeln, anderen zu helfen und dabei auch noch etwas zu verdienen. Ein BWL-Student, eine aufstrebende Innenarchitektin oder ein Kommilitone im Jurastudium könnten sicherlich durch ihr Wissen und ihre Ratschläge einige Fragen beantworten. Aber wo könnte man solche Ratschläge finden oder vermitteln?
In Deutschland leben 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Der Wille zur Integration ist stark ausgeprägt. Zwar sind die Staaten in erster Linie für die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Integration verantwortlich. Jedoch, ob sich die Menschen wohlfühlen und sich ein neues Leben aufbauen können und wollen, hängt letztendlich mit der Aufnahmebereitschaft von der Gesellschaft zusammen. In diesem Zusammenhang möchte ich allen bereits Integrierten und Einheimischen eine Möglichkeit anbieten, ihr Wissen und Erfahrungen an Neuankömmlingen kostengünstig zu vermitteln. Denn wenn den Schutzsuchenden geholfen wird, werden sie in der Bevölkerung wahrscheinlich ein Vielfaches dessen zurückgeben, was für ihre Integration nötig gewesen war.
50 % der Eltern fühlen sich täglich erschöpft. Resultierend aus dieser Erkenntnis sollten die übrigen 50 % das Elternsein mindestens gut oder sogar ganz fabelhaft bewältigen. Warum fragen wir die Freundin, Mutter oder Nachbarin, wenn wir nicht an uns glauben würden?
Könnten die engagierten und erfahrenen Eltern nicht den erschöpften Eltern ihr Wissen weitergeben? Den Alltag zu organisieren, Schmollattacken der Kinder zu reduzieren, die Last der Alleinerziehung helfen zu tragen? Zumal eine professionelle Erziehungsberatung 70.- Euro die Stunde kosten kann. Für die meisten Familien ist dieser Preis nicht zumutbar, da die Problematiken meistens nicht mit einer Stunde gelöst werden können. Außerdem stellt sich die Frage, ob eine etwas jüngere, kinderlose Erziehungsberaterin ausreichend Wissen und Erfahrung mitbringt? Hingegen sicher ist, dass eine ältere Dame, die erfolgreich ihre 4 Kinder durch das Leben gebracht hat und diesbezüglich enormen Wissensschatz besitzt, dem oft ein Diplom nichts entgegenzusetzen hat.
Die Bedeutung von Influencern gewinnt mehr und mehr Beliebtheit, jedoch lediglich die bezahlten Posts, nicht die begabten User generieren mehr Interaktionen und erreichen mehr Reichweite. Es wird immer schwieriger, sich gegen bereits etablierte Accounts und Namen durchzusetzen. Als Follower möchte ich gerne für mich passende Instagram-Botschafter finden, allerdings kann ich sie nicht filtern. Nach tagelanger Suche zwischen Millionen Make-up-Tutorials finde ich endlich meinen Lieblings-Influencer. Trotz mehrerer Nachahmungsversuche schaffe ich es nicht, mich so schön zu schminken wie gezeigt und ich kann diesen Influencer nicht buchen. Es ist mir egal, ob mein Schmink-Idol ausgebildet ist oder nicht, solange er mir das Schminken beibringt. Wo können diese talentierten Menschen gleichzeitig ihre Werke präsentieren und ihre Fähigkeiten verkaufen? Und wo kann ich diese Dienstleistung per Video-Call kaufen?
2019 gab es insgesamt 21,3 Millionen Ruheständler in Deutschland, davon waren 9,3 Millionen Rentner von Armut betroffen. Jede zweite Rente liegt unter 900 Euro. 1,29 Millionen Menschen waren aus Not heraus weiterhin erwerbstätig. Diese Menschen haben ihr Leben lang gearbeitet, Kinder großgezogen und maßgeblich zur Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Krieg beigetragen. Es handelt sich um eine Generation, die sich immer alleine durchgekämpft hat und Schwierigkeiten hat, Hilfe anzunehmen oder zum Sozialamt zu gehen.
Was aber alle älteren Menschen gemeinsam haben, sind die Lebenserfahrungen, Berufserfahrungen oder angeeignete Kompetenzen, die sie wertvoll anwenden können. Indem sie für die jüngere Generation und natürlich auch für die Gleichaltrigen kostengünstig z.B. mentale, kreative oder handwerkliche Unterstützung anbieten. Ein freundlicher Opa von nebenan kann beispielsweise Gesprächsbedarf lindern, ein älterer Flüchtling mit Migrationshintergrund zur Integration beitragen, eine erfahrene Großmutter Familienprobleme lösen, ein ehemaliger Steuerberater aus der Insolvenz retten und eine Sportlehrerin im Ruhestand einen gesunden Lebensstil vermitteln. Sie alle wissen und können etwas.
Die ältere Generation spielt für die Gesellschaft eine enorm wichtige Rolle, da es immer schwieriger und unbezahlbarer wird, gezielt von Mensch zu Mensch Tipps zu bekommen. Ein professioneller Paartherapeut kostet im Durchschnitt 180 € pro Stunde, ein Finanzberater 160 € pro Stunde, ein Innenarchitekt 150 € pro Stunde, technische Beratung kostet 110 € pro Stunde, Ernährungsberater 100 € pro Stunde. Diese Preise sind allerdings für die 60 Millionen Deutschen nicht bezahlbar.
Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist gestiegen:
2019 – 5 %
2020 – 5,9 %
2021 – 6 %
E-Caring GmbH nicht nur systembedeutsam für den seelischen Zustand der Mitbürger, sondern des Weiteren steigert sie die Lebensqualität und schafft einen alternativen Arbeitsmarkt, der auf menschlichen Talenten, Lebenserfahrungen und sozialen Fähigkeiten aufbaut. Dabei ist der berufliche Werdegang weniger relevant.
Im Kern ist E-Caring ein sozial engagierter digitaler Marktplatz, auf dem die hilfegebenden Coaches mit detaillierten Fähigkeiten und die Hilfesuchenden mit konkretem Problem zusammenfinden. Die Hilfegebenden haben die Möglichkeit sich auf der Plattform der E-Caring GmbH kostenlos und ohne Abos zu registrieren, Angebote zu erstellen, kreative Werke hochzuladen und sich per Videovorstellung zu präsentieren.
Der E-Caring Hilfsbörse ist für alle Themen offen und schreibt bewusst keine Spezialisierung auf bestimmte Themengebiete vor. Wir bieten eine mitwachsende Kategorisierung und Suchfunktion, ähnlich der Mechanik von Handels-Marktplätzen oder Auktionsseiten. „Learning by doing“ ist uns wichtig – durch das Einholen von Nutzer-Feedback und Bewertungen, wird das Geschäftsmodell und Angebot stetig verbessert.
Du brauchst kein externes Konto bei Zoom, Teams, Skype und Co., die sowieso Datenschutztechnisch bedenklich sind. Der Video-Call bei E-Caring findet ausschließlich auf unserer Plattform statt, alle dafür notwendigen Funktionen wie Kalender, Kalendersynchronisierung, Buchungs- und Zahlungssystem, Bewertungssystem, eigene Bildergalerie, Video-Integration und Erinnerungsmails sind vorhanden.
Wir fragen nicht nach deinem Lebenslauf und du brauchst keine Zeugnisse vorzulegen. Zumal, die Menschen mit Belastungen oder alltäglichen Sorgen haben das gute Recht, beliebige Hilfe anzunehmen. Das heißt, wenn der Betroffene sich bewusst entscheidet, einen Coach aufzusuchen, der offiziell kein Arzt, kein Anwalt, kein Koch, kein Klempner oder kein Therapeut ist, jedoch die Problematiken lösen kann, ist es sein gutes Recht. Dagegen steht kein Gesetz. Bei uns findet man Coaches, die helfen wollen, jedoch nicht unbedingt dementsprechend ausgebildet sind und nicht sein müssen. Nicht alle Fachleute sind kompetent und nicht alle Nicht-Akademiker sind inkompetent. Wir möchten gesellschaftlich was Gutes tun – die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen motivieren und attraktiver gestalten. Unterstützung muss nicht teuer sein, denn hohe Kosten bedeuten nicht zwangsläufig eine höhere Qualität.
Was ist besser: Für kleines Geld einen Zuhörer zu finden oder gar keine Hilfe zu bekommen? Jeder von uns ist sich seiner eigenen Stärken bewusst und kann dementsprechend seine Fähigkeiten vermitteln. Wir setzen bewusst keine Grenzen bezüglich der Beschreibung eigener Leistungen. Um jedoch den professionellen Charakter und die Integrität von E-Caring zu wahren, werden sämtliche Veröffentlichungen erst nach erfolgter Angebots- und Profildaten-Überprüfung freigegeben und ausgespielt.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es ist tatsächlich möglich, etwas zu bewirken, ohne immer nur den Staat dafür verantwortlich zu machen, denn dieser hat momentan genug zu tun. Egal, ob es um Tanzen, Nähen, Backen, Buchhaltung, Seelenbeistand, Astrologie, Make-up oder um überwundene Krankheiten geht - jeder von uns kann und weiß irgendetwas. Wenn du etwas Gutes tun und dabei Geld verdienen möchtest, indem du deine Erfahrungen und Kompetenzen online vermittelst, bist du herzlich willkommen.
Nähere Infos findest du auf der www.e-caring.de Startseite, einfach den "Was ist E-Caring" Button anklicken. Bei weiteren Fragen, Vorschlägen etc. gerne an [email protected] schreiben.