27/10/2020
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Laut Robert Koch Institut sind 0,5% der Covid-19 Neuinfektionen auf Ansteckungen in gastronomischen Betrieben zurückzuführen.
Nun ist davon die Rede das die Bundesregierung beim morgigen Bund-Länder-Gipfel für einen „Lockdown Light“, mit der bundesweiten Schließung der Gastgewerbe werben will. Die von der Politik implizierte Kausalität ist nach meinem bescheidenen Ermessen bislang nicht durch die Zahlen des RKI belastbar.
Warum werden dann 2,4 Millionen Arbeitsplätze akut gefährdet? Denn machen wir uns nichts vor, sollte es zu einer flächendeckenden Schließung des Gastgewerbes kommen, wird die gastronomische Landschaft Deutschlands im Jahr 2021 sehr anders aussehen.
Die Gastronomie hat sich in den letzten Monaten „den sprichwörtlichen“ aufgerissen um Hygienekonzepte die eigentlich hätten vom Staat kommen können (sollen?) umzusetzen. Die wenigen schwarzen Schafe, die mit sehr laxer Umsetzung und Kellerparties auf sich aufmerksam gemacht haben bieten aber „interessante“ Schlagzeilen, rechtfertigen Aktion und politische Selbstdarstellung in TV-Talkshows scheinbar mehr als eine differenzierte Betrachtung der oben genannten Zahl 0,5 % (RKI).
Für die gebeutelte Touristik ist der „Point of no Return“ schon erreicht, denn diese (ja, meine) Branche war am schnellsten und am direktesten vom Pandemiegeschehen betroffen. Ein Wunder war das nicht, nach Wuhan, Ischgl etc. und die Branche wird ganz neu auferstehen müssen.
Die Gastronomie hingegen hat nach meinem Ermessen noch eine Chance mit einem blauen Auge aus dieser Krise herauszukommen. Scheinbar wird morgen darüber beraten ob der Daumen des Bundes und der Länder nach oben oder unten geht.
0,5 %
2,4 Millionen Arbeitsplätze
Sollte es morgen zur Schließung des Gastgewerbes kommen, denkt an diese Zahl.
Gäbe es nicht differenziertere Wege um diese unsägliche Pandemie zu bekämpfen, anstatt eine ganze (und Hygienekonzept-ergebene) Branche für politischen Aktionismus zu opfern?