23/11/2025
🌍 15 ᒍᗩᕼᖇE ᑌᗷᑌᑎTᑌ – EIᑎ ᗩᗷEᑎᗪ ᐯOᒪᒪEᖇ ᗪᗩᑎKᗷᗩᖇKEIT ᑌᑎᗪ ᕼOᖴᖴᑎᑌᑎG
𝗪𝗮𝘀 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗲𝘀, 𝘂𝗺 𝘃𝗼𝗻 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗯𝗲𝗿𝗴 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗮𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗗𝗼𝗿𝗳 𝗮𝗺 𝗩𝗶𝗸𝘁𝗼𝗿𝗶𝗮𝘀𝗲𝗲 𝘀𝗽ü𝗿𝗯𝗮𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗕𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝘃𝗲𝗿ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻?
Die Antwort darauf gaben Dr. Tobias Lutz und seine Frau Brenda am Freitagabend, 21. November, im Divano - Kaffee Kunst & Spirit.
Vor 15 Jahren gründeten Brenda und Tobias gemeinsam mit einem Kreis von Freunden und Unterstützern den Verein Ubuntu e.V., um in Brendas Heimat Kenia die Spirale von Unbildung und Krankheit zu durchbrechen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Kasuna, einer Dorfgemeinschaft im Nordwesten Kenias, im Einzugsgebiet des Lake Victoria, etwa zehn Kilometer westlich der Kleinstadt Ahero.
Was damals mit einer mutigen Entscheidung begann, hat sich heute zu einer stabilen Einrichtung von beeindruckender Nachhaltigkeit entwickelt.
𝗘𝗶𝗻 𝗗𝗶𝘃𝗮𝗻𝗼, 𝗿𝗮𝗻𝗱𝘃𝗼𝗹𝗹 𝗺𝗶𝘁 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁ü𝘁𝘇𝗲𝗿𝗻
Am Freitagabend war das Divano übervoll: Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter – Menschen, die seit Jahren miterleben, wie aus Brendas und Tobias’ Herzensanliegen ein starkes Netzwerk der Hoffnung geworden ist.
𝟯𝟬.𝟬𝟬𝟬 𝗙𝗼𝘁𝗼𝘀 – 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗻𝗶𝗲𝗺𝗮𝗻𝗱 𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿 𝗸𝗲𝗻𝗻𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗕𝗿𝗲𝗻𝗱𝗮
Aus über 30.000 Fotos hatte Tobias Lutz die aussagekräftigsten ausgewählt. Sie zeigen nicht nur extreme Wetterlagen, Krankheiten oder Infrastrukturprobleme – sie zeigen auch den Lebensmut, den Humor und die beeindruckende Solidarität der Dorfgemeinschaft, die Brenda seit ihrer Kindheit kennt.
Der große Vorteil von Ubuntu ist genau diese Verwurzelung: Brenda ist in der Region von Kasuna aufgewachsen, sie spricht die lokale Sprache Luo, sie kennt die Menschen und ihre Mentalität. Sie weiß, wo die Not besonders groß ist und wie Hilfe ankommt, ohne kulturelle Brüche zu verursachen.
𝗪𝗲𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵ä𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝗳ü𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗙𝗮𝗺𝗶𝗹𝗶𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝘁𝗿ä𝗴𝘁
Stadtpfarrer P. Steffen Brühl begrüßte als Hausherr die Gäste im Divano – und besonders die drei Generationen der Familie Lutz. Er betonte ausdrücklich, wie sehr Brendas Verwurzelung in Kasuna dem Projekt Richtung und Glaubwürdigkeit verleiht.
Er würdigte den Mut, damals einfach anzufangen, den Durchhaltewillen gerade in schwierigen Zeiten und die Opferbereitschaft, die ein solches Werk über viele Jahre hinweg braucht. Für die Zukunft wünschte er „viele Engagierte, die Not lindern – durch ihren Einsatz und ihre Spenden“.
„𝗨𝗯𝘂𝗻𝘁𝘂 𝗶𝘀𝘁 𝘁𝗶𝗲𝗳 𝘃𝗲𝗿𝘄𝘂𝗿𝘇𝗲𝗹𝘁 – 𝗱𝗮𝗻𝗸 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝗯𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻“
Mit Blick auf das Jubiläum sagte P. Brühl:
„15 Jahre – das ist bei Menschen die Zeit, in der vieles schwierig wird, in der man seinen Platz sucht. Ihr habt schon viele Krisen in eurem Projekt gemeistert. Euch wirft so schnell nichts aus der Bahn. Und Ihr habt in Kasuna einen Platz gefunden, an dem Ihr Ubuntu im übertragenen Sinn einpflanzen konntet – immer im Miteinander mit den Menschen vor Ort, in Partnerschaft. Nach 15 Jahren ist Ubuntu dort so tief verwurzelt, dass weder Unwetter noch politische oder wirtschaftliche Lage Euer Werk klein kriegen. Im Gegenteil: Ihr findet immer neue, kreative Wege, den Menschen zu helfen, ihre Zukunft selbst zu gestalten.“
𝗘𝗶𝗻 𝗔𝗯𝗲𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗩𝗲𝗿𝗯𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁
Der Abend klang nach dem Vortrag mit afrikanischen Spezialitäten und vielen persönlichen Gesprächen aus – über Erfahrungen, Dankbarkeit und die Ziele für die nächsten 15 Jahre Ubuntu.
Es war ein starker Rückblick mit vielen Erfolgsgeschichten. Es war ein inspirierender Abend, der zeigte, was man bewegen kann, wenn man gemeinsam und in echter Partnerschaft auf Augenhöhe handelt. Und es war ein Abend, der Hoffnung machte – den Menschen rund um Kasuna ebenso wie den Menschen in Friedberg. Denn Ubuntu zeigt, dass der christliche Gedanke des Teilens Früchte trägt und die Welt verändern kann. Nicht überall, aber ganz sicher in Kasuna am Viktoriasee.
ℹ️ 𝘕ä𝘩𝘦𝘳𝘦 𝘐𝘯𝘧𝘰𝘳𝘮𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯𝘦𝘯 ü𝘣𝘦𝘳 𝘜𝘣𝘶𝘯𝘵𝘶 𝘦.𝘝. 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘦𝘴 𝘩𝘪𝘦𝘳:
https://www.ubuntu-hilfe.org/