21/07/2026
Meine Gedanken zum Messerschleifen
Heute wurde eine Google-Bewertung veröffentlicht, in der eine Kunde schreibt, ich hätte sie weggeschickt, nachdem er nach dem Preis für das Messerschleifen gefragt hatte.
Das ist richtig: Ich habe ihn gebeten, mein Geschäft zu verlassen.
Auf ihre Frage „Was kostet das Schleifen?“ habe ich zunächst geantwortet:
„Die Preisliste finden Sie dort.“
Unsere Preise sind im Geschäft deutlich ausgeschildert und außerdem auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht.
Für mich gehört es zum angemessenen Umgang mit einem Handwerker, zunächst die vorhandene Preisliste anzusehen, das Messer zu zeigen und anschließend mit mir über den Zustand des Messers und die gewünschte Arbeit zu sprechen.
Wer ihr Messer nicht einmal zeigt und als Erstes nur fragt:
„Was kostet es?“,
bringt eine Haltung mit, die nicht meiner Vorstellung von Respekt gegenüber meiner Arbeit entspricht.
Ich verkaufe keine Preise.
Meine Arbeit besteht darin, jedes einzelne Messer anzusehen, seinen Zustand zu beurteilen und es so zu schleifen, dass sein Besitzer anschließend wieder gerne und mit Freude damit arbeitet.
Kunden, die mit dem Wunsch zu mir kommen:
„Bitte machen Sie mein Messer wieder zu einem Werkzeug, mit dem ich angenehm und gut arbeiten kann“,
sind bei mir herzlich willkommen.
Selbstverständlich kann jeder Kunde frei entscheiden, zu welchem Messerschleifer er geht.
Aber auch ich entscheide, für welche Kunden ich arbeiten möchte.
Wenn die Haltung eines Kunden meinen Grundsätzen und meiner Vorstellung von einem respektvollen Umgang widerspricht, bitte ich sie, zu einem anderen Anbieter zu gehen.
In Frankfurt gibt es viele Möglichkeiten, Messer schleifen zu lassen. Jeder Kunde kann den für ihn passenden Betrieb wählen.
Und ebenso wähle ich die Kunden, für die ich meine Arbeit mit Sorgfalt und Überzeugung ausführen möchte.
Seit 25 Jahren arbeite ich nach meinen Grundsätzen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.