28/07/2026
Meine Lieben,
eigentlich ist es nicht unsere Art, uns politisch zu äußern. Wir versuchen, unparteiisch zu bleiben. Aber nach den Ereignissen in Berlin können und wollen wir nicht einfach schweigen.
Ich war selbst vor Ort – mit Freunden, um zu feiern, sichtbar zu sein und für unsere Rechte einzustehen. Und das seit vielen, vielen Jahren. Natürlich gab es auch früher immer wieder Anfeindungen, Beleidigungen oder sogar Situationen, in denen Menschen bespuckt wurden – von Personen, die voller Hass sind oder nie gelernt haben, andere so zu akzeptieren, wie sie sind.
Doch eine Situation wie diese hat es in all den Jahren nicht gegeben.
Ein Mensch hat sein Leben verloren, viele weitere wurden verletzt – nur weil sie für Freiheit, Vielfalt und Gleichberechtigung eingestanden sind. Für Rechte, von denen wir gehofft hatten, dass sie längst selbstverständlich sind. Für das Recht, so zu leben und zu lieben, wie man ist.
Diese Tat zeigt leider, dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Wir müssen weiterhin für unsere Rechte kämpfen. Gleichzeitig ist auch die Politik gefordert: Menschen besser zu schützen, mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, Hass und Extremismus entschlossener entgegenzutreten und Personen, von denen eine ernsthafte Gefahr für unsere Gesellschaft ausgeht, konsequent aus dem Verkehr zu ziehen – immer im Rahmen unseres Rechtsstaats.
Ebenso wichtig ist es, Präventions- und Aufklärungsarbeit wieder stärker zu fördern. Organisationen wie die Aidshilfen leisten seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit für Gesundheit, Bildung und Akzeptanz. Diese Arbeit darf nicht weiter geschwächt werden.
Lasst uns zusammenhalten. Lasst uns füreinander einstehen. Und vor allem: Lasst nicht zu, dass Hass lauter wird als Menschlichkeit. ❤️🏳️🌈 euer Basti