21/05/2026
21. Mai: Welttag der kulturellen Vielfalt
„Vielleicht ist der wichtigste Gestus gegen den Hass: sich nicht vereinzeln zu lassen“, schreibt die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke, die 2016 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde.
Rund um den 21. Mai 2026, Welttag der kulturellen Vielfalt, starten erstmals deutschlandweit Aktionen, die Vielfalt sichtbar machen und gesellschaftliches Engagement für Zusammenhalt stärken. Wir schließen uns diesen Aktionen gerne an und setzen ein Zeichen für Demokratie, Respekt und Zusammenhalt in Vielfalt.
Globalisierung, digitale Revolution, geopolitische Spannungen und Kriege haben zu tiefgreifenden Umbrüchen geführt. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Welt rasant verändert. Das sorgt für Unsicherheit und erfüllt Menschen mit Sorge. Populisten versuchen daraus Kapital zu schlagen und propagieren die Ausgrenzung von allem Abweichenden und Fremden. Aus Vielfalt wird Einfalt und allzu oft Hass.
Das Theater ist einer der wichtigen, frei gestaltbaren Räume unserer Demokratie, ein Labor sozialer Fantasie. Jenseits von Ideologie kann hier die Debatte um die Frage, wie wir leben wollen, vorbehaltlos geführt werden. Theater besteht auf Differenzierung, weil es nur so der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen kann. Es erzählt, mal unterhaltend, mal irritierend, aber immer ermutigend vom Glück, vom Scheitern, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Anpassung und Widerstand, von Aufstand und Unterdrückung, Verzweiflung und Trost. Vor allem aber bestärkt es uns in der Hoffnung, dass wir die Verhältnisse lenken, nicht umgekehrt.