07/03/2026
Meine lieben Freunde und Gäste,
seit heute Morgen brennt es mir auf der Zunge, euch etwas zu berichten. Doch wie und wo fange ich an, ohne zu weit auszuholen? Ich möchte euch etwas erzählen, von dem manche vielleicht sagen werden: „Kann sein – oder auch nicht.“ Trotzdem möchte ich berichten, was Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, für mich getan hat.
Ich weiß, dass viele jetzt sagen werden: „Was ist das für ein Gott, der all das zulässt, was in letzter Zeit auf der Welt passiert?“ Ja, es stimmt – Gott lässt vieles zu. Aber ER ist nicht derjenige, der Kriege und all das Elend auf dieser Welt verursacht. Das sind wir Menschen selbst, die so handeln – oft nur, um Macht zu zeigen. Aber darüber möchte ich heute gar nicht schreiben.
Wie ihr wisst, habe ich vor kurzer Zeit geschrieben, dass ich aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen das Café Alt Wien in Dortmund schließen muss. Durch die Pandemie kam es zu großen finanziellen Engpässen, und danach blieben auch viele Gäste aus.
Es fühlte sich an wie ein Tsunami: Zuerst kommt eine kleine Welle, dann zieht sich alles zurück – und plötzlich kommt mit voller Wucht eine riesige Welle, die alles zerstört, was man sich aufgebaut hat.
Eigentlich hätte ich das Café bis Ende Oktober räumen müssen. Doch dann stellte Gott mir einen Rechtsanwalt zur Seite. Er war bei einem der letzten Konzerte im Dezember im Café und sagte, er wolle versuchen, etwas auszuhandeln. So kam es, dass ich das Café nun erst einmal bis Ende Juni weiter betreiben kann.
Diese Woche gab es noch einen Vorfall, für den ich Gott besonders dankbar bin.
Ich war unterwegs, um mir ein neues – beziehungsweise altes – Auto anzuschauen. Ein Wunschtraum von mir war schon immer ein Alfa Romeo Cabrio. Auf der Hinfahrt lief alles wunderbar, und stellenweise konnte ich meinen Alfa Romeo sogar testen und fuhr ein Stück etwa 180 bis 200 km/h.
Auf der Rückfahrt jedoch fing mein Auto plötzlich an zu klappern, sobald ich vom Gas ging. Wenn ich wieder Gas gab, war das Klappern weg. Je näher ich nach Hause kam, desto stärker wurde das Geräusch. Also stellte ich den Wagen sofort in die Werkstatt.
Am nächsten Tag erzählte ich dem Mechaniker, was passiert war. Er hob das Auto sofort auf die Bühne. Dazu muss ich sagen: Am Montag hatte ich das Auto erst aus der Werkstatt abgeholt, weil neue Spurstangen eingebaut wurden.
Als der Mechaniker unter das Auto schaute, schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Ich fragte ihn: „Was ist los?“ Er sagte nur: „Die Schrauben am Rad waren nicht angezogen. Alle fünf waren locker.“
Ich bin mir zu 100 % sicher, dass Gott mich da vor etwas viel Schlimmerem bewahrt hat.
Und so ist es mit vielen Dingen in meinem Leben. Gott hat mich schon oft vor schlimmen oder unbedachten Situationen bewahrt. Manchmal hat er auch Dinge zugelassen, die ich nicht verstanden habe.
Doch bis heute habe ich mich oft weder für die Dinge bedankt, bei denen er mir geholfen hat, noch habe ich akzeptiert, wenn ich etwas nicht bekommen habe, was ich mir gewünscht hatte – dann war ich sogar manchmal böse auf ihn.
Das möchte ich ändern.
Das, meine Lieben, wollte ich euch heute berichten. Gott lässt vieles zu – aber er verhindert auch sehr vieles.
Euer
Michael