25/04/2020
Warum keine Öffnung für die Gastronomie / Hotels / Cafés?
Wir haben es satt !
Bitte teilt diesen Post und sendet diesen an Eure Lokal-Politiker !!
Als erste zumachen und als letzte aufmachen so geht es nicht.
Viele lästern über Gastronomie und sehen auf uns herab, wollen bedient werden aber nicht das Produkt honorieren.
Ein Coiffeur darf aufmachen aber nicht die Gastronomie ?? Wie kann man mit 1.5 Meter Abstand Haare schneiden ?
Ist hier vielleicht die Politikerin / der Politiker so eitel ?
Aber ohne uns Gastronomen, Bäckercafes und Hoteliers gibt es keine Atmosphäre in der Stadt und in der Fussgängerzone, kein Verweilen im Einkaufscenter, keine Gartenrestaurants, Biergärten, gemütliche Terrassen und Flanierflair.
Kein Lifestyle ohne die Freunde im Ausgang zu treffen,
keine romantischen Dinner Dates,
keine Erinnerungen oder Ausflüge in den Bergen ohne einzukehren.
Keine Hochzeitsfeiern,
keine Abschlussfeiern,
keine Geschäftsgespräche bei einem angenehmen Essen mit Service,
keine Zeit einmal einen Café in Ruhe zu trinken, ein Stück Torte mit der guten Freundin zu essen und Neues zu berichten.
Keine Golfrunde mit anschliessendem Aperitif.
Ohne uns gibt es keine Übernachtung an der See,
im Schwarzwald,
in Berlin oder in München.
Keine Übernachtung für Ferien, Geschäft oder auch wenn die Liebsten im Krankenhaus sind und man in der Nähe sein möchte.
Wisst Ihr, dass 2.5 Millionen Menschen in der Gastronomie und Tourismusbranche arbeiten und viele davon Familie und Kinder haben?
Gerne bedienen wir unsere Gäste mit einem Lächeln, sind viele unsere guten Bekannte oder sogar Freunde oder Familie geworden. Gerne zaubern wir unseren Gästen ein Lächeln auf das Gesicht, gerne sagen wir untereinander „eine tolle Atmosphäre heute“ oder „war ein schöner Abend“.
Gerne waren wir für unsere Gäste nicht nur 8 Stunden da sondern 10-12 Stunden, sind noch einkaufen gefahren, damit immer das Frischeste auf den Tisch kommt, Sonderwünsche oder Spezialdrinks ermöglicht werden, haben auch noch nach Saison dekoriert (Osterhasen waren alle umsonst angeschafft dieses Jahr).
Aber wir können nicht mehr.
Wir können nicht zu allem Ja und Amen sagen und dabei nicht wissen wie wir das Essen für die Familie zahlen.
Als Kurzarbeit langt 60 % Ersatzlohn im Niedriglohnsektor nicht. Aushilfen bis 450 EUR bekommen zur Zeit gar nichts und vielen wurde gekündigt. Selbständige sind noch schlimmer dran und bekommen gar nichts (unabhängig von was in den Zeitungen steht) !
Corona-Schnellhilfe ? Ein Kredit aufnehmen heisst Schulden eingehen und diese Kredite müssen zurückgezahlt werden. Zahlt der Gast in Zukunft mehr!? Bekommt ein Restaurant oder Hotel überhaupt ein Kredit ? Die Banken geben sich alle Mühe, aber die KfW blockt alles ab oder führt solche Kriterien ein, dass diese nicht erfüllbar für mehr als 70 % sind.
Wisst Ihr was das heisst 2,5 Millionen Menschen und Familien?
Wieviele Versicherungen wir zahlen,
wieviele Mieten wir zahlen,
wieviel Strom wir bezahlen,
wieviel Steuern wir bezahlen,
wieviele Sozialabgaben wir zahlen,
wieviele Kleidung wir kaufen,
wieviele Ärzte auch uns behandeln,
wieviele Rechtsanwälte von uns Mandate annehmen,
wieviele lassen sich die Haare beim Friseur schneiden,
wieviele Lieferanten verkaufen uns Getränke, Fleisch, Obst, Gemüse, Brotwaren, Milchprodukte, Teigwaren,… ?
Wieviel Mehl wir in unseren Broten, Teigwaren, Pizzen, Dönertaschen, Gebäck, Torten oder Schnitzeln wir verbrauchen?
Wieviel Milch wir für unsere Cafès, für unsere Rahmsaucen, für unsere Käsezutaten wie Mozzarella, Gouda, Feta, Cheddar,.. wir benötigen ?
Wieviel Salat, Gurken, Karotten, Zucchini, Auberginen, Paprika, Tomaten, Spargel,… wir verbrauchen ?
Wieviele Bankkonten wir haben und Umsätze wir machen ?
Wieviele Zeitungsinserate, Werbung, Drucksachen und Homepages wir machen?
Wieviele Reinigungen unsere Lokale und Hotels direkt und indirekt beschäftigen ?
Warum stehen diese Lieferanten nicht hinter uns?
Warum sagen die Bauern nicht, wir brauchen die Gastronomie, die auch mehr bezahlt als Supermärkte ?
Warum steht der Versicherungsvertreter nicht hinter uns, wenn er doch alle Versicherungen, wie Hygiene-, Fahrzeug-, Haftpflicht-, Sach- und Personalversicherung und meist auch noch alle privaten Versicherungen an uns verkauft?
Wieso sagt der Vermieter nicht, wir stehen hinter Euch, wenn er doch unser Geld will?
Unsere Hygiene ist bereits höher im Standard als in der Pharmabranche! Lest das mal nach !
Wir verwenden seit Jahren Desinfektionsmittel in der Gastronomie als auch in den Hotels, wir waschen uns schon immer die Hände und fast alle haben wir extra Arbeitskleidung. Kühlketten für Fleisch, Gemüse und Milchprodukte werden schon seit Jahren bei uns kontrolliert und beachtet. Hygienekontrollen gibt es viel mehr als in Fleischfabriken oder in Supermärkten!
Mit unseren Salaten, Obst, Gemüse kommen nur die Köche in Berührung – keine anderen Kunden wie in den Supermärkten.
Gesundheit haben wir schon immer positiv und als wichtigstes Gut betrachtet und waren selbst die grössten Befürworter des Rauchverbots, obwohl manche von uns selbst rauchen.
Selbstverständlich würden wir in dieser Zeit noch genauer aufpassen und auch wir können eine Mundabdeckung tragen. Hände haben wir schon immer desinfiziert und werden dies auch schon als Schutz für unsere eigenen Familien gerne noch viel öfter machen.
Wir wollen echte Hilfe und eine Hoffnung! Die Minister reden von Hilfen, jedoch gibt es dies nicht für Gastro laut Banken. "Zu unsicher".
Die Hoffnung endlich am Tag X aufmachen zu dürfen.
Wenn erst die Hoffnung geschwunden ist, hat alles keinen Sinn mehr.
Wir wollen wie alle Anderen ehrlich unser Geld für unsere Familien und um normal zu leben verdienen.
Wir verlangen, dass wenn man uns schliesst auch die Miete, Strom, Versicherung,… nicht geschuldet ist
Wir verlangen, dass man uns überhaupt Daten für die Öffnung mitteilt und nicht in der Schwebe hält.
Wir verlangen auch wie andere Branchen offen haben zu dürfen !
Wir sind 2,5 Millionen Menschen und deren Familien :
Seid auch da für uns. Sprecht über uns,
besucht uns nach der Öffnung wieder
und gebt uns ein kleines Lächeln zurück.
Es tut gut.
Bitte alle Gastronomen, Hoteliers, Köche, Kellner und Aushilfen, aber auch alle Zulieferer, Versicherer, Bauern, Banker, Zeitungsverlage, Werbefirmen und IT-Spezialisten, Autogaragen und Anwälte teilt diesen Post.
Für Euch ist es nur ein Klick, für uns 2,5 Millionen Menschen und Familien ist es unsere Zukunft.
Bitte unbedingt teilen – so oft wie möglich