10/10/2026
„Das merke ich mir schon!“
ist im Service gelegentlich der Anfang einer sehr mutigen Geschichte. 😂
Mit vollen Händen bin ich auf dem Weg zur Abwasch, da wird am Tisch noch bestellt: drei weiße Spritzer und vier Gläser Wein, davon einer rot und drei weiß. Alles klar, habe ich im Kopf.
Am nächsten Tisch kommen zwei verschiedene Kaffees und eine Nachspeise dazu. Unterwegs fragt noch jemand nach Mayonnaise, mit einem Stammgast wechsle ich ein paar Worte und aus der Küche kommt ebenfalls eine Frage.
Als ich endlich die Hände frei habe läutet das Telefon-Bestellung kommt rein. Ok jetzt beginne ich innerlich zu sortieren: Drei Spritzer, vier Wein … oder vier Spritzer und drei Wein? Einer war rot, so viel ist sicher. Nur beim Kaffee wird es jetzt interessant. Melange oder Cappuccino?? Kleiner Mocca oder Brauner?? Zumindest hab ich mir das Tiramisu zu 100% gemerkt. 😅
Ich schaue zum Tisch, als könnte ich die Bestellung noch irgendwo über den Köpfen der Gäste nachlesen. Leider steht dort nichts. Alle schauen nur freundlich zurück und verlassen sich darauf, dass ich weiß, was sie möchten. Sehr lieb. Sehr optimistisch. 😂
Zwei Getränke sind kein Problem. Aber nach mehreren Bestellungen und fünf Unterbrechungen möchte ich meinem Gedächtnis auch nicht mehr alles allein überlassen. Bin ja über 50😁🙈.
Deshalb sage ich lieber: „Einen Moment bitte, ich stelle das kurz ab und komme zum Aufschreiben.“
Und wenn ich doch einmal unsicher bin, frage ich nach. Das ist kurz peinlich, aber wesentlich angenehmer, als sieben Getränke zu bringen und zu sagen: „Schaut einmal, ob für euch etwas dabei ist.“ 😅🤣
Kennt ihr dieses überzeugte „Das merke ich mir schon“ und dann den Moment, in dem ihr es bereut?
Eure Silvia mit dem Schlossbräu-Team ❤️