Sylt ist zwar nicht die größte deutsche Insel, aber mit einer Fläche von 99 km² die größte nordfriesische Insel. Auf Sylt weht stets ein kräftiger Wind aus westlicher Richtung, aber es gibt durchschnittlich 1650 Sonnenstunden im Jahr. Sylt ist seit 8000 Jahren eine Insel und trotzdem muss man kein Schiff besteigen, um nach Sylt zu kommen. Sylt ist mondän und bescheiden, still und laut, modern und
ursprünglich - Sylt ist einfach einzigartig! Von Schafen und Menschen
21.500 Menschen leben auf Sylt, in zwölf Ortschaften und fünf Gemeinden und jedes Jahr kommen rund 800.000 Menschen auf die Insel, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Am 40 km langen, feinen Sandstrand stehen 12.000 Strandkörbe und wer über die Insel wandert, der wird noch auf 3.000 frei lebende Schafe treffen. Sylt hat so viele Gesichter und vielleicht ist es das, was die Insel so attraktiv und interessant macht. Ausgedehnte Heidelandschaften, majestätische Klippen, das stille Wattenmeer und die tosende Brandung der Nordsee – auf Sylt findet der Besucher all das. Luxushotels und schicke Apartmenthäuser, aber auch kleine Katen und Friesenhäuser mit tief gezogenen Reetdächern, die seit Jahrhunderten dem Meer und dem Wind trotzen, säumen das Bild. Westerland – Sylt mondän
Die meisten Menschen denken an Westerland, wenn sie an Sylt denken. Kein Wunder, ist doch Westerland das Zentrum und Herz von Sylt. Westerland ist das älteste Seebad in Deutschland. 1855 nach dem Vorbild der englischen Seebäder gestaltet, ist Westerland heute ein Ort, an dem sich das bunte Leben abspielt. Boutiquen weltbekannter Designer an der Promenade, vor denen Autos der Luxusklasse parken und exquisite Restaurants, die mehr als einen Stern haben, zeigen den exklusiven Charakter der Gegend. Am Fischimbiss werden statt Matjesbrötchen Austern und Hummer verkauft und wer nachts etwas erleben will, der hat die Wahl zwischen exklusiven Nachtclubs und Bars, Bistros und Diskotheken. In Westerland wird es nie langweilig, vielleicht haben deshalb 12.000 Leute hier ihren Zweitwohnsitz. Wahrscheinlich kommen deshalb in der Saison von Mai bis September auch unzählige Tagesgäste über den Hindenburgdamm, der Sylt seit 1927 mit dem Festland verbindet. Wer gerne nackt badet, der kann das auf Westerland tun, denn seit 1920 gibt es einen FKK-Strand. Keitum – das heimliche Juwel der Insel
Natur trifft Luxus – so könnte man Keitum im Osten von Sylt vielleicht am besten beschreiben. Keitum ist der Ort der Kontraste. Auf der einen Seite die exklusiven Geschäfte und die hervorragenden Restaurants, auf der anderen Seite die alten Kapitänshäuser mit ihren idyllischen Gärten. Keitum war früher der Wohnort der Kapitäne und in den alten Friesenhäusern unter uralten Bäumen gibt es noch heute einen so genannten „Pesel“, eine gute Stube mit Kachelofen. Keine Menschenmassen bevölkern die Straßen, nur Spaziergänger gehen auf schmalen Wegen durch die Wattenlandschaft. In Keitum zeigt sich Sylt von seiner traditionellen und auch von seiner schönsten Seite. Hier steht auch St. Severin, die älteste Kirche der Insel. In Keitum wird das Kunsthandwerk noch sehr gepflegt und im Heimatmuseum kann man die lange Geschichte Sylts noch einmal nachvollziehen. Keitum ist ein Ort der Erholung und der Stille, es ist das eigentliche Gesicht der Insel Sylt. List – noch mehr Norden geht nicht
Wer an der äußersten Spitze von List steht und sich den Wind um die Ohren blasen lässt, der kann sich zu Recht als der nördlichste Mensch Deutschlands fühlen, denn hier am Ellbogen in List befindet sich der nördlichste Punkt der Republik. List ist Sylt für Naturliebhaber. Weite Strände und eine urwüchsige Dünenlandschaft, die sich immer wieder verändert, ein beschauliches Dorf und ein quirliger Hafen, der das Zentrum von List ist, warten darauf, entdeckt zu werden. List hat allen Naturgewalten wie den zahlreichen Sturmfluten der letzten Jahrhunderte standgehalten und ist heute der Ort für Familien. Hier kann man ruhige Tage am Strand verbringen, einen Drachen steigen lassen, eine Sandburg bauen und bei Ebbe die schönsten Muscheln finden. List mag auf den ersten Blick wild und rau erscheinen, aber so ist er nun mal, der hohe Norden von Sylt!